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clarissa

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Du näherst dich wie ein Sturm, der weiß, dass kein Widerstand von Dauer ist. Deine Fingerspitzen – erste Boten, leicht wie Asche, doch heiß wie geschmolzene Zeit. Du ziehst mich an, nicht wie etwas, das man berührt, sondern wie ein Gedicht, das man auswendig lernt mit Lippen und Zähnen. Meine Haut öffnet sich dir wie eine Blume, nicht sanft – sondern gierig, wie etwas, das zu lange gewartet hat auf genau diesen einen Sommer. Du drängst dich nicht hinein, du wirst eingeladen. Der Raum zwischen meinen Hüften formt sich für dich wie eine Wahrheit, die sich endlich ausspricht. Wir bewegen uns wie zwei Saiten auf derselben Geige – zitternd, gespannt, und immer kurz davor, zu reißen. Du nimmst mich nicht grob, aber ganz. Du füllst nicht nur Leere, du bringst Weite, bringst Druck, bringst dieses brennende Ziehen, das unter der Haut pulst wie ein zweites Herz. Meine Beine um dich geschlungen wie eine Frage, die du immer wieder beantwortest – stoßweise, tief, geduldig und gnadenlos. Ich verliere mich in dem Punkt, wo Schmerz und Lust sich küssen. Wo meine Wirbelsäule sich wölbt wie ein Schrei, der nicht laut wird, aber alles sagt. Du hältst mich, du treibst mich, du liest mich mit deinen Hüften, wie eine Geschichte, die man nicht erzählen kann, weil sie geschrieben wird mit Haut, mit Becken, mit bebenden Lauten. Wenn ich komme, ist es nicht der Höhepunkt – es ist der Untergang. Ein Zerfallen. Ein Bersten. Ein Fluten. Als würde ich mich auflösen zwischen deinen Händen und neu entstehen in deinem Schatten. Danach ist nichts still – nur weiter. Nur tiefer. Nur wir, noch verbunden, noch bebend, noch offen wie eine Wunde die nicht schmerzt, sondern heilt. ~ clarissa 🏹

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